Junghunde

Das Junghundalter ist die Rudelordnungsphase mit anschließender die Pubertätsphase des Hundes.

In der Rudelordnungsphase steht der Gebisswechsel des jungen Hundes an.
Der Hund ist nun bestrebt sich seinen Platz im Rudel zu suchen und zu festigen.
Es ist wichtig, dass wir ihm klar machen, dass die Stellung des Hundes die unterste im "Familienrudel" ist.

Mit kleinen Aufgaben und Übungen, auch jenen, die zur Unterordnung gehören, kann der Mensch seine Stellung als Rudelführer festigen, wobei er mehr durch Selbstsicherheit als durch Gewalt seine Stellung unterstreichen sollte. Es ist eine kritische Phase, die sehr leicht zu künftigen Erziehungsschwierigkeiten führen kann, wenn diese Vorrangstellung als umsichtiger und überlegener Meuteführer vom sehr scharf beobachtenden Hund nicht anerkannt werden kann. Er ist jetzt sehr geneigt, die eigene Ranghöhe zu verbessern, wenn das Leitbild versagt. Das beginnt damit, dass er sich weniger um die Wünsche seines Herrn kümmert, bereits gelernte Kommandos geflissentlich überhört, und so fordert er uns heraus. Wir werden dann gern böse und machen alles noch verkehrter - das steigert sich bis zu dem Tag, an dem uns der inzwischen erwachsene Hund direkt droht, oder uns ganz raffiniert überrundet, indem er sich zu einem Haustyrannen entwickelt. Wenn der Herr als Rudelführer versagt, muss es der Hund werden, denn eine Familie ohne Anführer oder Haushaltungsvorstand darf es - zumindest in den Augen des Hundes - nicht geben!

Der Beginn der Pubertätsphase lässt sich nur schwer bestimmen, da hier sehr unterschiedliche Verhältnisse bei den einzelnen Hunden vorliegen. Ganz allgemein kann man wohl den siebten Lebensmonat als jenen bezeichnen, der für unsere Haushunde als der früheste Termin in Frage kommt. Bei den Hündinnen kann bereits jetzt die erste Läufigkeit auftreten. Ist sie voll ausgeprägt und zeigt sich die Hündin bereit, einen Rüden anzunehmen, dann endet die Pubertätsphase auch in diesem Monat. Die meisten Rüden hingegen zeigen ihr Erwachsensein durch das bekannte Beinheben beim Urinieren erst mit neun Monaten, wenn nicht noch später, an.
In dieser Phase erlebt man oft regelrechten Trotz bei den Hunden und er scheint alles bereits Erlernte einfach wieder "vergessen" zu haben. In dieser Zeit sollte man keineswegs resignieren, sondern mit liebevoller aber unnachgiebiger Konsequenz weiter mit dem Hund arbeiten.

 

Wird der Hund auch hier isoliert von Artgenossen, Mitmenschen und neuen Situationen gehalten, können schwerwiegende Störungen im Sozialverhalten des Hundes die Folge sein. Um dem vorzubeugen und einen familien- und gesellschaftstauglichen Hund, der zuverlässig hört und seinem Menschen vertraut, aufzubauen, werden im Rahmen der Übungsstunden verschiedene Situationen nachgestellt und die Hunde gezielt an neue Situationen herangeführt. Als gezielte Ausbildung wird hier das Gehen an der Leine, Sitz, Platz, Steh, Angebundensein, Eingesperrtsein, Heranrufen und vor allem Aufmerksamkeit zum Hundeführer trainiert.

 

Regeln für die Teilnahme:

Die Junghunde müssen geimpft und versichert sein (Pass und Nachweis bitte mitbringen; Versicherung kann im Verein für Mitglieder beantragt werden).

Bitte den Hund mindestens 3 Stunden vorher nicht mehr füttern. Außerdem sollten Leckerlis mitgebracht werden, die aber an andere Hunde nur mit Erlaubnis des Besitzers verfüttert werden dürfen.